Tulenkantajat

Tulenkantajat (dt. Fackelträger) war eine 1924/25 gegründete Literarische Gruppe, „die sich einer vom Modernismus durchdrungenen Literaturkritik verschrieb“.[1]

Der Name mag in Anlehnung an die gleichnamige Novellensammlung, welche 1924 von den Schriftstellern Elmer Diktonius, Hagar Olsson und Edith Södergran veröffentlicht wurde, entstanden sein. Ab 1928 gab die Gruppe unter Herausgeberschaft von Erkki Vala ebenfalls unter dem Titel Tulenkantajat eine eigene Literaturschrift heraus. Zentrale Persönlichkeit war der 1903 geborene Dichter und Essayist Olavi Paavolainen, der 1930 auch die Chefredaktion der Zeitschrift übernahm.[2] Die Gruppe verstand sich als avantgardistisch der modernen Zeit sowie ihren technischen und gesellschaftlichen Neuerungen zugewandt, die künstlerischen Ströme der Zeit wie Dadaismus oder Futurismus in ihren Publikationen verarbeitend.

Die um 1930 auch in Finnland zunehmenden innergesellschaftlichen Konflikte zwischen extremer Linken und dem Faschismus zuneigenden rechten Opponenten führten in der betont politisch ausgerichteten Künstlervereinigung zu starken Spannungen und schließlich zu ihrer Auflösung.[1]

  1. a b Anssi Halmesvirta in: Zu Gast im Dritten Reich, Einführungsessay des Herausgebers, S. 10
  2. authorscalendar.info: Biografischer Artikel zu Paavolainen (englisch)
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